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Es werden Posts vom Juli, 2014 angezeigt.

Wie war noch mal die Frage? Kommunikation im Babyzeitalter

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Künftig werde ich, nachdem ich Besuch verabschiedet habe, wohl ein Formular aufsetzen und meinen Freunden hinterherschicken. Betreff: "Folgende Fragen blieben ungeklärt. Folgende Antworten habe ich schon wieder vergessen." Eine besonders gute Zuhörerin war ich wohl noch nie, doch seit Piepsi hier durch das Wohnzimmer robbt, bin ich eine Katastrophe. Es liegt nicht am mangelnden Interesse an dem Leben meiner Freunde. Ich will alles wissen über den sechswöchigen Amerika-Trip, ich will von der fiesen Zahnoperation hören und von dem Umzug. Aber kaum stelle ich die Frage, quakt Piepsi oder steckt sich irgendetwas in den Mund, was da nicht hingehört, oder zieht den Teller vom Tisch. Und ich bin so abgelenkt, dass ich gar nicht mehr mitkriege, was mir gerade erzählt wird. Besonders schlimm wird es, wenn Freunde mit Kindern kommen. Da räumt die Kleene…

Digital Native im Holzspielzeug-Land

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Ich will, dass Piepsi in einem Holzspielzeug- und Teddybärenland aufwächst. "Tut sie doch", sagt mein Mann, "ich habe ihr ganz viel Holzspielzeug gezeigt. Hier auf meinem Rechner."
Ja, seit meine Tochter auf der Welt ist, wird mir bewusst,wie sehr ich zwischen Laptop, iPad und Smartphone hin- und herpendele. Ich glaube, seit Piepsis Geburt ist es sogar noch schlimmer geworden. Meine Freunde und meine Familie wollen rücksichtsvoll sein und kein schlafendes Baby wecken. Daher wird öfters mal gemailt oder gesmst als angerufen. Mach ich bei meinen Freunden mit Baby übrigens nicht anders. Tja, aus der Traum vom Pappbuch-Babyalter, es regieren Bildschirme, zumal abends auch mal der Fernseher läuft. Wenn ich bemerke, dass Piepsi sich nicht länger mit der Stoffrassel beschäftigt, sondern auf die Mattscheibe glotzt, stelle ich den Apparat schnell mit schlechtem Gewissen aus. Aber ja, mein Kind wächst als Digital Native auf, während ich selbst noch ein Digital I…

Top Five der Luxus-Momente für Muttis

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Obsttellertanz und das Aufräumlied: Piepsi is a punk rocker

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Musik macht schlau. Irgendwie. Heißt es so. Daher haben wir zu Piepsis Geburt auch "Bach für Babys" und "Mozart für Babys" geschenkt bekommen. Ich mag Bach und Mozart, in meinem Auto laufen aber momentan die Ramones, The Smiths und die Shout out Louds. Da fahren Piepsi und ich also durch die Stadt und hören "And if a double-decker bus crashes into us. To die by your side is such a heavenly way to die." Hm. Uns gefällt's. Aber natürlich hören wir auch Musik, die auf Piepsis Zielgruppe zugeschnitten ist. Der großartige Fredrik Vahle ("Anne Kaffeekanne") läuft hier rauf und runter. Und aus irgendeiner Laune heraus (es MUSS an der Müdigkeit liegen...) habe ich auch "Rolfs Top 100" gekauft. Diese Top 100 werde ich mal rasch auf meine Top 10 zusammenschnurren. Ja, es gibt nette Lieder von Rolf Zuckowski. Aber ziemlich v…

Hochbegabt!

Wie werde ich meinem Kind gerecht? Und wie allem anderen?

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Ich habe das tollste Baby der Welt. Nur fällt es mir momentan schwer, das auch zu sehen und zu genießen. Ich bin eine verdammte Jammer-Mutti und will doch keine sein. Aber ich bin zwei Schritte von einem Bandscheibenvorfall entfernt und dabei so müde, dass mir schwindelig ist. Piepsi turnt momentan nachts zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens stundenlang durchs Bett, dreht sich, robbt, klopft an die Gitterstangen. Abends, beim Einschlafen, ebenfalls ein langes Hin und Her, bis sie schließlich mit einem tiefen Seufzen die Augen schlieft und friedlich mit ausgebreiteten Armen vor sich hin nuckelt. Es gibt kein schöneres Bild. Und tagsüber, da brabbelt sie, da lacht sie, da dreht sie sich und versucht, dem Ball hinterher zu rollen, da quietscht sie mit ihrer Giraffe, und ich sehe gar nicht richtig hin, weil ich diese kurze Zeit, in der sie sich selbst besc…

Ich bin keine Bastelmama - ab ins Mutti-Bootcamp

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Hartes Schicksal für Piepsi: Es bleibt Einzelkind

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Achtung, es folgt eine Rechtfertigung! Unsere Tochter wird ein Einzelkind bleiben. Das stand für uns schon fest, ehe wir wussten, dass sie ein recht forderndes Baby sein würde. Mein Kinderarzt hat uns zwar während der anfänglichen Schreibaby-Phase gesagt, dass wir unbedingt schnell ein zweites Kind nachschieben sollten: "Damit Sie sehen, wie die Babyzeit eigentlich wirklich ist." Aber nein, wir haben uns von Anfang an dafür entschieden, nur ein Kind zu bekommen. Aus rein egoistischen Gründen. Wenn man nur ein Kind hat, dann ist das manchmal auch nicht da. Sportverein, bei Freunden, im Kindergarten, whatever. Und plötzlich ist man wieder einfach nur Paar und es ist ruhig. Bei zwei Kindern und mehr gäbe es hingegen immer etwas zu organisieren, zu planen, einer ist immer krank, einer muss immer irgendwohin gebracht oder von irgendwo abgeholt werden. So zumind…

Gute Nächte - schlechte Nächte

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Es gibt keine schlechten Nächte. Es gibt nur falsche Ansprüche. So habe ich in der Zeit, als wir Schlaf nur in der Manier einer Salamitaktik erhielten, zu meinem Mann gesagt: "Irgendwie erwarte ich ja gar nicht mehr, Schlaf zu bekommen, wenn ich ins Bett gehe." Damit hat es sich leichter gelebt. Ich wusste: Ja, ich gehe müde ins Bett, und wer weiß, was für eine Zeit ich in selbigem in den kommenden Stunden verbringen werde, aber ich werde auf jeden Fall wieder genauso zerschlagen daraus hervorkriechen. Letztens, nachdem Piepsi gegen halb sieben friedlich eingeschlafen war (ja, sie ist leider der Typ "Lerche"), saßen mein Mann und ich beim Abendessen, und ich so: "Soll ich mal Frühstück machen?" Das isses doch: Einfach die Nächte komplett streichen! Wer gar keine Nächte hat, der hat auch keine schlechten Nächte. Und um mal wieder einen Großen zu zitieren: Munter bleiben!