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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

Mama arbeita

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Während Piepsi optisch eher nach meinem Mann kommt, scheint sie sonst einiges von mir zu haben. Sie ist nämlich eine ziemliche Quasseltante. Sie labert und singt eigentlich den ganzen Tag, wobei ich nur etwa 5 Prozent ihres Verbalausstoßes auch inhaltlich zuordnen kann. Nun hat sie sogar schon ihren ersten Zwei-Wort-Satz von sich gegeben: "Mama arbaita." Aua.
Wenn Piepsi morgens mit meinem Mann frühstückt, bin ich nämlich meistens schon außer Haus. Dann zeigt sie auf meinen leeren Platz und fragt: "Mama?" Mein Mann erklärt dann immer, dass Mama arbeitet, und mittlerweile ist das Erste, was Piepsi in der Krippe zur allgemeinen Begrüßung von sich gibt, ein "Mama arbeita." Gottseidank tut sie das nicht traurig, sondern in einem munteren halbstündlichen Plappermonolog mit der Quintessenz, dass ich im Büro bin und sie deshalb in der Krippe ist. Offenbar ist sie stolz darauf, die Lage voll gecheckt zu haben.
Nun habe ich dieses Wochenende etwas ganz Außergewöh…

Meckermutti

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So viel ist über #regrettinmotherhood geschrieben worden, dass ich zurückbleibe mit der Frage: Ja, wer zum Himmel bereut das denn nicht? Also zumindest manchmal, öfters, immer wieder? Welche Mutti, welcher Papi wünscht sich nicht eine Stopp-Taste, eine Pause-Funktion in diesem Familienirrsinn, wer sehnt sich nie nach seinem alten Leben zurück?
Ja, ich weiß - in der Studie ging es darum, die Mutterschaft rückgängig machen zu wollen, wenn es denn möglich wäre. Sie also nicht einfach als lästig zu empfinden, sondern tatsächlich zu bereuen. Dennoch: Eine Freundin von mir meinte kürzlich, dass sie genervt sei von diesen Muttis, die sich ständig darüber beklagen, wie anstrengend ihr Leben mit Kind doch sei. Und dass sie eigentlich auch nur solche kenne: Die, die jammern, die meckern, die darüber schimpfen, kaum noch auszugehen, zu wenig Zeit für Freunde und den Partner zu haben und sich nichts lieber wünschen als ein Wochenende alleine auf einer einsamen Insel zu verbringen. Und die schlim…

Verlosung: "Blogger schenken Lesefreude 2015" - mit Michael Mittermeier

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Puppu und die Mörderpuppe

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Als ich ein Kind war, hatten Puppen bei mir einen schweren Stand. Alles Mädchenhafte war mir zuwider, ich hasste Rosa und Glitzer, immerhin war ich Musketier, Abenteurerin, Entdeckerin. Als ich dann doch einmal eine Puppe von meiner Oma geschenkt bekam, nutzte ich diese für medizinische Experimente. Ich hebelte ihre Augen aus (grauer Star!), schlitzte ihr den Bauch auf, um zu sehen, was sich unter dem Stoff verbirgt (Watte!) und malte sie mit einem grünen Filzstift an (Typhus!). Als mich im Gymnasiastenalter einmal zwei Freundinnen besuchten und ich etwas aus dem Schrank holen wollte, fiel dabei diese Puppe heraus, woraufhin meine Freundinnen kreischend aus dem Zimmer flohen. Ich besaß Chucky, die Mörderpuppe.
Aber ich hatte noch eine andere Puppe, die mir meine Mutter gekauft hatte und die mich ebenfalls wenig interessierte. Eine Käthe-Kruse-Puppe, etwas anderes, kein Plastik, sondern guter Stoff. Ei…