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Es werden Posts vom Juni, 2015 angezeigt.

Dein Kind ist doof

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Können Kinder doof sein? Oder sind sie alle unschuldige, niedliche, kleine Wesen? Nun ja - Kinder sind kleine Menschen, und Menschen sind nun mal manchmal doof. Vielleicht sind es aber auch wir Erwachsenen, sprich: die Eltern, die ihre Kinder doof machen. Aber gut - hier wären wir bei der Diskussion über den Einfluss der Gene, der Erziehung und des Umfelds, und da möchte ich nun wirklich nicht tiefer einsteigen. Seit ein paar Tagen habe ich jedenfalls ein neues Hassalter, und das heißt: 5.
Ich bekenne mich als Gegnerin aller Mommy Wars und habe gedacht, ich würde mich niemals in die Erziehung anderer Eltern einmischen. Vor ein paar Tagen habe ich es aber doch getan. Beim Gartenfest einer Freundin. Gutes Wetter, gutes Bier, viele Erwachsene, noch mehr Kinder. Wir mit Piepsi mittendrin. Und am Rande: zwei Fünfjährige.
Hätten die Jungs Mohrenköpfe an die Hauswand geschmiert, hätten sie den kompletten Sandkasten ins Wohnzimmer getragen, hätten sie großflächig Nudelsalat auf dem Rasen ver…

Kinder mit Temperament

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Hurra, Piepsi ist 1,5 Jahre alt! Und startet mit Anlauf in die Trotzphase. Das ist wundervoll, großartig, ganz wichtig für die Entwicklung! Sagen die Erzieher. Ich sage: puh.
Es ist erstaunlich, wie sehr sich Kinder in diesem Alter schon in ihrem Temperament unterscheiden. Waren im ersten Babyjahr alle noch irgendwie - naja - Babys eben, kann man jetzt schon kleine Charakterstudien betreiben. Da sind diese schüchternen, etwas ängstlichen und sehr verschmusten Kinder, die gerne lange Spaziergänge im Kinderwagen unternehmen, mit großen Augen in die Welt schauen und dabei verträumt an einem Butterkeks lutschen. SO hatte ich mir eigentlich immer mein Kind vorgestellt. Allerdings ist mein Kind SO: Nach neun Stunden Schlaf springt sie morgens um 5 um unser Bett herum, zerrt an unserer Bettdecke, nimmt schließlich unsere Kleidung, die auf einem Stuhl liegt, wirft sie vor unser Bett, zeigt mit kleinem Finger darauf und quietscht: "Auf!" Nach acht Stunden Büro hole ich sie schließli…

Aktenzeichen XY und alleine im Wald

Letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen. Nein, mit Piepsi hatte das diesmal nichts zu tun. Oder vielleicht doch. Denn gestern Abend habe ich Aktenzeichen XY gesehen. Zum ersten Mal seit gefühlt zwanzig Jahren, da mich crime eigentlich nicht wirklich interessiert. An der gestrigen Sondersendung über verschwundene Kinder bin ich jedoch dran geblieben. Und mir wurde es eng ums Herz.
In der Vor-Baby-Zeit habe ich mich kaum für die Schicksale verschwundener Kinder interessiert, nicht einmal für die ganz großen Fälle wie Maddie McCann oder Peggy. Viel mehr als die Schlagzeilen oder den groben Verlauf der Ermittlungen habe ich nicht wahrgenommen. Jetzt, da ich selbst Mutter bin, sind diese Nachrichten kaum zu ertragen - auch wenn der Kommissar in der Sendung sagte, dass in 99 Prozent der Fälle verschwundene Kinder schon nach wenigen Stunden wieder wohlbehalten wieder auftauchen. Aber schon 1 Prozent ist zu viel.
Ich habe Peggys Mutter in der Sendung gesehen, der journalistisch dämliche Fr…