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Es werden Posts vom September, 2015 angezeigt.

Die lieben Kollegen

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Kürzlich saß ich beim Frisör und hatte bedenklich viel Alufolie auf dem Kopf, als das Telefon am Empfang klingelte. Meine Frisörin wurde gerufen und kam wenige Minuten später mit roten Stresspünktchen im Gesicht zurück. Der Kindergarten habe angerufen, ihre Tochter sei krank, Magen-Darm, und sie erreiche ihren Ex-Mann nicht, müsse jetzt dringend weg. Eine Kollegin springe für sie ein, ob das denn okay für mich sei? Die Kollegin einen Tisch weiter lächelt gequält. Und ich so: Kenn ich. Hatte ich letzte Woche. Also nicht Magen-Darm, sondern ein krankes Kind. Und Kollegen, die mal eben einspringen mussten. Und das ganz ohne zu murren.
Irgendwo in den Tiefen des Netzes habe ich vor ein paar Wochen einen Artikel darüber gelesen, wie ätzend es ist, Mütter und Väter, die es ernst meinen, als Kollegen zu haben. Ständig müssen sie früher (oder sehr pünktlich) weg, ständig kommen sie wegen irgendwas zu spät, ständig ist das Kind krank, und ist das Kind dann wieder gesund, dann werden sie selbs…

Der orangene Held der Entsorgung

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Eigentlich habe ich ja immer gedacht, dass Journalistin ein ganz cooler Beruf sei. Von wegen. Um meine kleine Tochter zu beeindrucken, hätte ich zur Müllabfuhr gehen müssen! Wenn die hier donnerstags vorfährt, flippt Piepsi nämlich komplett aus: Sie rennt ans Fenster: "Affuu, toooohs, Affuu gucken!" Für all diejenigen, die nicht Piepsisch sprechen, heißt das übersetzt: "Abfuhr, groß, Abfuhr angucken."
Verschwindet die Müllabfuhr blinkend aus dem Blickfeld meiner kleinen Tochter, dann kann es schon einmal Tränen geben. Damit sie nicht ganz so traurig ist, habe ich inzwischen aus der Edition "Meine allerliebsten Fahrzeuge" den Band "Müllabfuhr" besorgt. Und muss mir nun ständig Müllcontainerbilder anschauen. Wenn das nicht mehr hilft, dann darf es auch mal auf dem iPad das 70er-Jahre-Sendung-mit-der-Maus-Original "Die 6 von der Müllabfuhr" sein. Zudem haben wir herausgefunden, dass wir jeden Dienstag, wenn wir ein kleines bisschen eher …

Gastbeitrag: Babysachen kaufen - eine Kunst für sich

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Aaaaaausnahmsweise hat an dieser Stelle auch mal der Papa etwas zu sagen. In einem Gastbeitrag erinnert er sich an die Zeit, als ich schwanger war und wir irgendwie noch irre viel erledigen mussten...:
Und dann sagte die Ehefrau – damals, lange bevor das Baby kam  – "So." Jetzt müsste aber mal langsam etwas für die Kleine gekauft werden. In drei oder vier Monaten käme das Piepsi und der neu aufgebaute Schrank sei noch komplett leer. Da müssten mal ein paar Klamotten rein, damit das Kind zumindest eine Grundausstattung zur Verfügung hätte. Auweia. Damals hatte ich als baldiger Piepsi-Papa von Babysachen noch ungefähr soviel Ahnung wie von Atomphysik. Aber wenn Mutter Rabe zum Großeinkauf bläst, ist Protest meistens zwecklos. Also fuhr die werdende Kleinfamilie mit zwei Erwachsenen und dem Baby im Mamabauch in den Kinder-Großmarkt. Und war dort hilflos überfordert. Vor allem der Piepsi-Papa. 
Was soll ich sagen? Heute weiß ich so viele Dinge, die mir damals noch schleierhaft war…

Dr. Jekyll und Mr. Hyde: Willkommen in der Trotzphase

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Meine kleine Tochter ist gerade in der Dr.Jekyll-und-Mr.Hyde-Phase.
In ihren guten Momenten ist sie so: bezaubernd niedlich und sehr fürsorglich. Wenn sie etwas zu essen hat, ist ihr sehr wichtig, dass alle anderen auch etwas zu essen bekommen. Und wenn wir unsere Portion aufgegessen haben, dann fragt sie: "Mehr?" Hier soll ja schließlich niemand hungrig den Tisch verlassen. Kleine Babys liebt sie, will sie immer streicheln, sie zudecken und ihre Händchen halten. Wenn man sich irgendwo gestoßen hat, dann fragt sie: "Aua gemacht?", pustet dann auf die Stelle und fragt: "Besser?" Wenn irgendwo ein Kind weint, sagt sie: "Baby weint!" und: "Arm!" - was bedeutet, dass man das Kind auf den Arm nehmen und trösten soll.

In der Mr. Hyde-Phase ist Piepsi so: unausstehlich. Das Schlimmste ist ihre Schaukel-Obsession. Sie liiiiiebt es zu schaukeln. Aber wehe, es nähert sich ein anderes Kind der S. Und selbst wenn Piepsi auf dem Spielplatz oder in…