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Es werden Posts vom Oktober, 2015 angezeigt.

Peinlichkeiten, die eine Mutter ertragen muss

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Letztens war ich mit einem kinderlosen Paar abends zum Essen verabredet, und wir sprachen so über dieses und jenes und natürlich auch über Piepsi. Ich sagte so das Übliche, nämlich wie großartig meine kleine Tochter ist - und wie anstrengend. Und fragt mich nicht, in welchem Zusammenhang ich es tat, jedenfalls erwähnte ich auch, dass es mich manchmal wirklich nervt, dass meine kleine Tochter mich sogar aufs Klo begleitet. Woraufhin der männliche Paar-Part den Kopf schüttelte und sagte: "Nein, also da hört es doch echt auf." Und zu seiner Partnerin: "Wenn es mal bei uns soweit ist, dann kann ich dir jetzt schon sagen, dass ich garantiert nicht mein Kind mit auf die Toilette nehme."
Alle Muttis und Vatis unter uns werden an dieser Stelle milde lächeln und sich an die Zeit VOR dem Kind erinnern. Damals, als man sich so ausmalte, was man später einmal ganz bestimmt nicht und ganz bestimmt anders machen wollte. Ich zuckte schließlich mit den Schultern und meinte: "…

Ich bin dann mal krank

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An diesem Montag mein Arzt so zu mir: "Mutter Rabe, Sie haben einen grippalen Infekt. Ich schreibe Sie den Rest der Woche krank. Bitte legen Sie sich ins Bett und schonen Sie sich."
Und ich so: "Und was mach ich mit meiner kleinen Tochter?"
Und er so: "Zur Adoption freigeben?"
Ich so: "Da muss ich mich mal erkundigen."
Er so: "In welchem Alter ist sie noch einmal?"
Ich so: "Fast zwei Jahre alt."
Er so: "Na wunderbar. Dann kommt sie so langsam in das Alter, in dem sie versteht, dass Sie gerade etwas außer Gefecht gesetzt sind, so dass die Gelegenheit günstig ist, die Wohnung einmal so richtig auseinanderzunehmen."
Ihr seht: Ich sollte mir einen neuen Hausarzt suchen. Bekanntermaßen steht geschrieben, dass Eltern kein Recht haben, krank zu werden. Seit Piepsi die Krippe besucht und regelmäßig die Seuche nach Hause schleppt, lässt es sich aber nicht ganz vermeiden. Wobei ich diesmal richtig Glück hatte:

1. Piepsi ging…

Es kommen gerade ziemlich viele Menschen

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich an dieser Stelle etwas zur Flüchtlingsdebatte schreiben soll. Einerseits ist schon so viel dazu gesagt worden, andererseits frage ich mich, ob dieses Thema zu einem Blog passt, der zwischen emo und lustig oszilliert, und was das Ganze eigentlich mit Piepsi zu tun hat. Allerdings glaube ich, dass man gar nicht genug darüber sprechen kann. Und die Frage, was das Ganze mit meiner kleinen Tochter zu tun hat, ist ohnehin dämlich. Denn es hat mit ALLEM zu tun. Und falls jemand denken sollte, dass ich bislang aus Ignoranz oder Desinteresse geschwiegen habe, dem sei gesagt: Die Flüchtlingskrise ist das Erste, was mich beschäftigt, wenn ich morgens in der Redaktion den Rechner hochfahre, und das Letzte, wenn ich ihn zum Feierabend ausschalte. Und treffe ich daraufhin Freunde und Bekannte, gibt es auch kein anderes Thema. Was gut ist.
Mir ausmalen, wie dieses Land in ein paar Jahren aussehen wird, kann ich nicht. Erstaufnahmelager wird es dann hoffentl…

Welche Fee hätten'S denn gerne?

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Kürzlich kam die Tochter einer Freundin mit einer neuen Puppe angerannt und antwortete auf die Frage, woher sie denn diese Puppe habe, mit: "Lullufee." Oder so ähnlich. Gemeint war jedenfalls die Schnullerfee. Die kam über Nacht, kassierte alle Schnullis ein, futterte sogar noch ein paar Kekse und ließ eine Puppe zurück. Und ich so zu meinem Mann: "Sollen wir auch mal so eine Schnullerfee organisieren?" Immerhin wird Piepsi bald zwei Jahre alt, und allzu lange sollte sie nicht an diesem Plastikteil hängen, das sie übrigens "Vorne" nennt. "Hinten" macht ja auch keinen Sinn.
Allerdings kamen wir zu dem Schluss, dass vor der Schnullerfee doch noch ein paar andere Feen mal bei uns vorbeischauen sollten. Die da wären:


Die "Ich-entscheide-mich-für-einen-Brotaufstrich-und-bleibe-dann-dabei"-FeeDie "Ich-schlafe-alleine-ein-und-dann-zehn-Stunden-am-Stück"-FeeDie "Ich-ziehe-immer-an-was-mir-rausgelegt-wurde"-FeeDie "Ich-…